Qualifizierung von Landwirten für Naturschutzmaßnahmen
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Der Landkreis Osterode am Harz  bietet für Landwirte eine neue Qualifizierung für Naturschutzmaßnahmen an. Die Ingenieurgemeinschaft für Landwirtschaft und Umwelt (IGLU) wurde mit dem Projekt beauftragt, das  zu 100% aus Mitteln des Landes Niedersachsen  und der Europäischen Gemeinschaft  (ELER-Fonds)  finanziert wird.

EU

 
 Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER): 
 Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete
                                                                                               

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 Landkreis Osterode am Harz
Auf den nachfolgende Seiten können sich Landwirte über das Angebot informieren.
Unterstützung bei der Umsetzung erhalten Sie beim Team der
Ingenieurgemeinschaft für Landwirtschaft und Umwelt (IGLU), www.iglu-goettingen.de
Bühlstraße 10
37073 Göttingen 

Wer berät Sie?

Projektleiter:
Martin Horstkötter

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 martin.horstkoetter@iglu-goettingen.de    Telefon: 0551-54885-23              

Herr Horstkötter (Landwirt und Agraringenieur) ist seit über 15 Jahren als Umweltberater tätig. Als Schwerpunkt seiner Arbeit leitet er verschiedenste Beratungsprojekte für den Natur- und Wasserschutz in der Landwirtschaft, insbesondere im Landkreis Osterode. In diesen langjährigen Projekten spielen Qualifizierung, der freiwillige Vertragsnatur- und Wasserschutz und die begleitende Öffentlichkeitsarbeit eine wesentliche Rolle.

Berater:
Jörge Penk

NatQ_Portrait_Joerge_150   joerge.penk@iglu-goettingen.de          
 Telefon: 0551-54885-14

Herr Penk ist praktischer Landwirt und Agraringenieur und arbeitet seit 2001 als Umweltberater im LK Osterode am Harz.
Seit 2007 entwickelt er zusammen mit Landwirten die Naturschutz-Qualifikation von Betrieben für Bergwiesen im Oberharz. Seine fundierten Kenntnisse der Umwelt- und Naturschutzprogramme helfen bei der Entscheidungsfindung für ihre Betriebe. Daneben sind seine Erfahrungen als praktizierender Nebenerwerbs-Landwirt wichtig für seine Arbeit.

Vegetationskundler:
Hans-Georg Stroh

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                                                             hg_stroh@gmx.de

Herr Stroh ist Diplombiologe mit Schwerpunkt Vegetationskunde. Durch viele Kartierungen und Mitarbeit an wissenschaftlichen Projekten hat er für die Region umfangreiche Pflanzen- und ökologische Kenntnisse. Seine Mitarbeit bei der Entwicklung und Präsentation der ergebnisorientierten Grünland-Maßnahmen können direkt von den Bewirtschaftern genutzt werden. Auch die Fragen der Maßnahmenprüfung kann Herr Stroh durch seine frühere Tätigkeit in der Bewilligungsstelle der LWK Niedersachsen kompetent beantworten.

 

 

  

Was soll erreicht werden?

Der Landkreis Osterode am Harz bietet ab sofort eine Qualifizierung von Landwirten für Naturschutzmaßnahmen an. Ziel dieses Projektes ist es, Landwirte über das Angebot von Naturschutz-Programmen, wie z. B. das Koope-rationsprogramm Naturschutz (KoopNat) und andere Agrarumweltmaßnahmen zu informieren und sie bei der Umsetzung zu unterstützen. Damit soll die Umwelt und Landschaft entwickelt und die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft auch auf für den Naturschutz wichtigen Flächen gesichert werden. Die Landwirte sollen durch das Projekt in die Lage versetzt werden, die komplexen Anforderungen ohne Risiko von Sanktionen erfüllen zu können und ihre eigene Qualifikation, auch im Bereich Naturschutz, zu erweitern. Es bietet sich die Chance die Biodiversität im Landkreis Osterode am Harz zu erhöhen, die einzigartigen Naturlandschaften weiter zu sichern und beispielsweise die Attraktivität für den Tourismus zu steigern .

Die Landwirtschaft ist der wichtigste Flächenbewirtschafter auch von natur-schutzfachlich wertvollen Flächen. Viele Grünland- und Ackerflächen mit seltenen und wertvollen Pflanzen- und Tierarten sind über Jahrhunderte durch Bewirtschaftung entstanden. Infor-mationen über diese Pflanzenarten und die Bedeutung der Standorte kann den Landwirten eine Wertschätzung dieser Flächen vermitteln. Durch den frei-willigen Vertragsnaturschutz können Betriebsleiter auch im heutigen Wettbewerb die Flächen unter Naturschutzgesichtspunkten bewirt-schaften. Zum Umfang des Projektes gehört auch das Angebot zur Hilfe-stellung beim vertraglichen Abschluss von Naturschutzmaßnahmen.

Wer trägt die Kosten?
Der Landkreis Osterode am Harz hat mit diesem zunächst zweijährigen Projekt die Ingenieurgemeinschaft für Landwirtschaft und Umwelt (IGLU) beauftragt
Die dafür notwendigen Mittel werden zu 100% aus dem Haushalt des Nieder-sächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz (MU) sowie von der Europäschen Gemeinschaft über den ELER-Fonds getragen und für den Vertragsnaturschutz in der Region verwendet. Die Agrarumwelt- bzw. die Naturschutz-Maßnahmen werden aus Mitteln des Nds. Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz (MU) und des Nds. Ministeriums für Ernährung, Land-wirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung (ML) finanziert. Da hier die sogenannten Modulationsmittel aus der 2. Säule der Agrarförderung genutzt werden, ist in Zukunft mit steigender Mittelverfügbarkeit zu rechnen. Damit können durch das Projekt hohe Fördersummen zur Erhaltung und Entwicklung von Natur und Landschaft im Landkreis Osterode am Harz eingeworben werden.

Was wird geboten?

Die Landwirte, die naturschutzfachlich interessante Flächen bewirtschaften oder allgemein Flächen für den Naturschutz aufwerten wollen, können die Beratung kontaktieren oder werden aktiv angesprochen. Fördermöglichkeiten werden betriebsindividuell erläutert, Auflagen bzw. Ziele des Naturschutzes beschrieben und nach Bedarf auf den Flächen vor Ort erklärt. Dabei werden alle verfügbaren digitalen Informationen genutzt, um eine sichere Ent-scheidungsgrundlage für die Betriebe zu bieten. Für Fragen stehen die Berater zur Verfügung. Neben der Hilfe beim Vertragsabschluss werden die Betriebe auch auf die Kontrollen und deren Anforderungen vorbereitet. Infor-mationsveranstaltungen, Feldrundfahrten oder Gruppenberatungen bieten Gele-genheit zur Kenntnisnahme aber auch zum Erfahrungsaustausch mit Berufs-kollegen, die schon am Vertrags-naturschutz teilgenommen haben.

Über Rundschreiben, Poster, Flyer oder die Internetseite beim Landkreis Osterode am Harz werden die wichtigen Rahmenbedingungen allen Landwirten zugänglich gemacht. Über eine beglei-tende Pressearbeit kann sich auch die Öffentlichkeit über das Projekt, seinen Fortgang und Erfolg informieren.