Heizspiegel [PDF: 451 KB]
Bei knapp 20 Prozent der Wohngebäude im Landkreis Osterode am Harz ist die Fassade gedämmt / Kostenloses Heizgutachten informiert detailliert über Heizkosten und Sparpotenziale
Rund 830 Euro kostete das Heizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit Heizöl durchschnittlich im Abrechnungsjahr 2008. Bewohner einer Wohnung mit Erdgasheizung zahlten im Schnitt 770 Euro. Für Fernwärme mussten Kosten von 790 Euro aufgebracht werden. Das geht aus dem Heizspiegel für den Landkreis Osterode am Harz hervor, den der Landkreis zum ersten Mal gemeinsam mit der gemeinnützigen co2online GmbH veröffentlicht. Der Heizspiegel liefert Vergleichswerte zu Heizenergieverbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen für das Abrechnungsjahr 2008, getrennt nach den Energieträgern Erdgas, Heizöl und Fernwärme.
Der Landkreis Osterode am Harz unterstützt mit dem Heizspiegel seine rund 80.000 Einwohner dabei, den energetischen Zustand ihrer Wohngebäude zu bewerten und zu verbessern. Bisher sind bei knapp 20 Prozent der Häuser im Landkreis die Fassaden gedämmt. Bei 55 Prozent der Gebäude wurde die Heizanlage in den vergangenen 20 Jahren erneuert. Diese Maßnahmen sind erforderlich, um den Heizenergieverbrauch zu reduzieren und damit die Heizkosten zu senken.
„Im Abrechnungsjahr 2008 unterlagen die Energiepreise starken Schwankungen. Viele Haushalte waren von hohen Heizkostennachzahlungen betroffen. Auch für 2009 werden wieder Nachzahlungen erwartet. Häufig spielt hier der mangelhafte energetische Zustand des bewohnten Hauses eine entscheidende Rolle. Nur sind viele Bürger darüber bisher nicht ausreichend informiert“, so Holger Ahrens, Fachbereichsleiter des Landkreises Osterode am Harz.
Der Heizspiegel Landkreis Osterode am Harz umfasst neben einer kostenlosen Broschüre – die in vielen Beratungsstellen verfügbar ist – und Energiespar-Ratgebern im Internet auch einen schriftlichen Heizgutachten-Service vom Fachmann. Das kostenlose Heizgutachten zeigt, wo und in welchem Umfang Sanierungspotenzial am Gebäude besteht, beziehungsweise ob die zuletzt gezahlten Heizkosten über dem Durchschnitt lagen. Ein Gutschein hierfür ist jeder Broschüre beigefügt.
Innerhalb weniger Wochen erstellt co2online die Auswertung mit Empfehlungen für die nächsten Schritte. Mieter erhalten zudem eine fachliche Stellungnahme mit der sie ihre Vermieter über das Ergebnis der Heizkostenanalyse informieren können. Eine Nutzerbefragung hat ergeben, dass mehr als 70 Prozent der Mieter das Heizgutachten an ihre Vermieter weiterleiten. Jeder Vierte reagiert daraufhin mit mindestens einer wärmetechnischen Modernisierungsmaßnahme.
Der Heizspiegel wird von co2online in Zusammenarbeit mit dem Landkreis herausgegeben. Er ist einer von 45 Kommunalen Heizspiegeln, die von der Heizspiegelkampagne veröffentlicht und vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative gefördert werden.
Den Heizspiegel für den Landkreis Osterode am Harz 2010 gibt es als kostenlose Broschüre bei den Sozialämtern der Gemeinden, der Harzenergie, der Kreiswohnbau, beim Deutschen Mieterbund Osterode, der Verbraucherzentrale Osterode, Haus- und Grund Osterode, der Kreishandwerkerschaft, im Kreishaus und im Job-Center des Landkreises im Gipsmühlenweg in Osterode am Harz. Als Download im Internet findet man die Broschüre auf der Homepage des Landkreises Osterode am Harz hier.
Der kostenlose Heizspiegel und die damit verbundenen Serviceleistungen sind bis zum 31.12.2010 verfügbar.
Über die Heizspiegelkampagne
Die Heizspiegelkampagne wird von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online mbH initiiert und vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative gefördert. Seit 1995 veröffentlichten bisher mehr als 60 Kommunen, Gemeinden und Landkreise in Deutschland Kommunale Heizspiegel und bieten ihren Bürgern damit einen bewährten Beratungsservice. Mit jedem Heizgutachten werden im Schnitt 80 Tonnen CO2, bezogen auf die Lebensdauer der Bauteile (20 Jahre), vermieden. Jedes Heizgutachten stößt zudem durchschnittlich einen zusätzlichen Umsatz von 21.500 Euro im Bau- und Ausbaugewerbe an.
Über die co2online gemeinnützige GmbH
Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online mbH setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Mit interaktiven Energiespar-Ratgebern, einem Energiesparkonto, Heizspiegeln, einem Klimaquiz sowie Portalpartnern aus Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Politik motiviert sie den Einzelnen, mit aktivem Klimaschutz gleichzeitig Geld zu sparen. co2online ist Träger der Kampagne „Klima sucht Schutz“ (www.klima-sucht-schutz.de), der „Heizspiegelkampagne“ (www.heizspiegel.de) und des „Energiesparclubs“ (www.energiesparclub.de). Alle Kampagnen werden vom Bundesumweltministerium gefördert.
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