Hauptaufgabe der bundesweiten Jobcenter ist es, erwerbsfähige Leistungsberechtigte nachhaltig in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Dafür bekommen die Jobcenter einen Etat vom Bund, der sich nach der Anzahl der Bedarfsgemeinschaften richtet, für die das jeweilige Jobcenter zuständig ist. Hat ein Jobcenter sehr gute Vermittlungsarbeit geleistet wie das des Landkreises Osterode am Harz und die Zahl seiner Bedarfsgemeinschaften entsprechend reduziert, wird das Budget für das kommende Jahr gekürzt. Werden dann noch wichtige und erfolgreiche Projekte wie das 50-plus-Projekt bundesweit beendet, kommt es zu weiteren Mittelkürzungen.
Für das Jobcenter des Landkreises Osterode am Harz bedeutet das für das Jahr 2016 ganz konkret, dass 147.000 Euro weniger für den Verwaltungstitel und 800.000 Euro weniger für den Eingliederungstitel zur Verfügung stehen. Zwar stellt das Bundesarbeitsministerium (BMAS) gleichzeitig rund 227.000 Euro für die Qualifizierung und Vermittlung von Flüchtlingen zur Verfügung, dennoch bleibt ein Defizit von 720.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr.
Unter diesen Vorzeichen muss das Jobcenter den zusätzlichen Anforderungen gerecht werden, mit denen es durch die hohen Zuwanderungszahlen und dem Wunsch der Flüchtlinge nach Unterstützung und Vermittlung in Arbeit konfrontiert ist. Dabei ist die Integration der Flüchtlinge eine vordringliche Aufgabe, die nur über Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt gelöst werden kann.
Das Jobcenter in Osterode ist mit dieser Problematik nicht allein. Bundesweit stehen die Jobcenter vor der Herkulesaufgabe, eine zu erwartende erhöhte Zahl von Leistungsberechtigen mit einem ungenügenden Budget qualifizieren und zügig in den Arbeitsmarkt integrieren zu müssen.
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